Die Arbeitsbedingungen in der Palmöl- und Kautschukproduktion

Di 05.06.2018, 19:00 - 21:15 Uhr
Eintritt: frei

Palmöl ist das wichtigste Pflanzenöl der Erde. Es wird nicht nur in Nahrungsmitteln, sondern auch für Wasch- und Körperpflegemittel, als Kraftstoff und in der chemischen Industrie verwendet. Jedes zweite Produkt im Supermarkt enthält heute Palmöl. Der Bedeutungszuwachs ist auch darauf zurückzuführen, dass die Ölpalme unter allen Ölpflanzen mit Abstand am ertragreichsten pro Hektar ist. Auf der anderen Seite liegen die potentiellen Anbaugebiete von Palmöl in höchst sensiblen ökologischen Gebieten und der gängige Anbau als Monokultur birgt eine Menge Risiken und ist begleitet von großen Regenwaldverlusten. Zu den immensen ökologischen Problemen kommen soziale Missstände hinzu, wie illegale Landnahmen oder die prekäre soziale Situation, in der sich viele Beschäftigten im Palmölanbau befinden. Viele dieser Auswirkungen sind schon länger auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch der Anbau von Naturkautschuk mit ganz ähnlichen Problemen einhergeht, sowohl was die ökologischen Auswirkungen als auch die sozialen Missstände angeht. Naturkautschuk ist ein wichtiger Grundstoff für Gummi, das vor allem in der Auto- und Flugzeugindustrie für die Herstellung der Reifen verwendet wird. 90 % des Naturkautschuks stammen heute aus Anbauregionen in Südostasien, vielfach den gleichen Regionen, die auch vom Palmölanbau betroffen sind. Neben der Problemanalyse geht der Vortrag auch auf die Frage ein, welche Verantwortung die Unternehmen in ihrer Lieferkette übernehmen müssen.

Vortrag von Irene Knoke / Südwind

Der Vortrag findet in der Villa Post statt
Villa Post, Wehringhauser Straße 38