Donnerstag, 08.11.2012, 1900 Uhr
Eintritt: frei

Verboten-Verfolgt-Vergessen

Die Unterdrückung Andersdenkender in der Adenauerzeit

Im Anschluss an den Film findet eine Zeitzegengespräch mi Ingrid und Herbert Wils, Günter Bernhardt und dem Filmemacher Daniel Burgholz statt. Der Eintritt ist frei!

Deutschland 2012, Regie und Buch: Daniel Burkholz, gefördert durch die Rosa Luxemburg Stiftung NRW, DVD, 42 Min.

Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der „Kalte Krieg“. Vor diesem Hintergrund plante die Regierung unter Bundeskanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer westdeutschen Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Eine Volksbefragung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gegen die Wiederbewaffnung, an der bis dahin über 9 Millionen Menschen teilgenommen hatten, wurde 1951 verboten. Das Strafrecht wurde durch die „Blitzgesetze“ geändert. Alle Bürgerinnen und Bürger, die gegen die Wiederbewaffnung oder z. B. für die Wiedervereinigung waren, konnten nun als Staatsfeinde verfolgt werden.

Die FDJ - die Freie Deutsche Jugend -, die KPD und andere oppositionelle Organisationen wurden verboten. In der Zeit von 1951 - 1968 wurden durch die Strafverfolgungsbehörden etwa 200.000 Ermittlungsverfahren gegen ihre Mitglieder durchgeführt. Etwa 10.000 Betroffene wurden zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Oftmals wurde ihre Existenz zerstört. Über dieses Kapitel deutscher Geschichte wurde bislang weitgehend der Mantel des Schweigens ausgebreitet.
„Verboten - Verfolgt - Vergessen“ erzählt die Geschichte dieser Menschen.

 


Film + Gespräch

 


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