Klarsichtkino: Durchblick im Globalisierungsdschungel


Nicht zuletzt die Finanzkrise zeigt das Scheitern der neoliberalen Politik, die in allen Teilen der Welt zu sozialer Unsicherheit, ökologischen Problemen und Nahrungsmittelengpässen führt. In der Filmreihe KLARSICHTKINO werden Dokumentationen und Spielfilme gezeigt, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit den drängenden Problemen einer zunehmend privatisierten und globalisierten Welt beschäftigen. Dabei vermitteln die ausgewählten Filme Zusammenhänge und Hintergründe, stellen Fragen und zeigen manchmal auch Möglichkeiten des Widerstands gegen Ausbeutung, Entrechtung und Umweltzerstörung auf. Jeder Abend wird von einem der Kooperationspartner begleitet und im Anschluss an die Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Für interessierte Gruppen und Schulklassen können wir in der Spielwoche auch vormittags  Termine anbieten.

Hier können Sie den Programmflyer downloaden (ca.1,8 MB)


Terminübersicht 2013/14

 

Do 19.09.     19.00           We steal Secrets

Do 17.10.     19.00           Speed-Auf der Suche nach der Zeit 

Do 21.11.     19.00           Der Tag wird kommen   

Do 19.12.     19.00           Eqcuador

Do 16.01.     19.00           Valley of Saints    

Do 20.02.     19.00           More Than Honey

Do 20.03.     19.00           Frohes Schaffen     

Do 17.04.     19.00           The Court

Do 15.05.     19.00           Schotter wie Heu 

Do 20.06      19.00           NN     DGB JUGEND



WE STEAL SECRETS - DIE WIKILEAKS-GESCHICHTE

Donnerstag, 19.09.2013, 19.00Uhr, 3€

Vorschau: secretsUSA 2013, Regie: Alex Gibney, Doku, 130 Min., OmU (Englisch),

Alex Gibneys Dokumentarfilm ist nicht nur die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Julian Assange. In gleichen Teilen erzählt er mit den Stilmitteln eines politischen Thrillers von Bradley Manning, jenem US-Soldaten, der hunderttausende Geheimdokumente an die Enthüllungsplattform weiterreichte und seitdem im Gefängnis sitzt. In über zwei Stunden Spiellänge kommen ehemalige Wikileaks-Mitarbeiter, frühere CIA-Chefs und natürlich auch Assange zu Wort. Ein packender Film, der kaum aktueller sein könnte.

 

SPEED - AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT

Donnerstag, 17.10.2013, 19.00 Uhr

Vorschau: SpeedDeutschland 2012, Regie: Florian Opitz, Doku: 101 Min.

Beschleunigung und Effizienzsteigerung sind in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die dominierenden Ziele geworden. Doch wer oder was treibt die Beschleunigung an? Und wo ist die Zeit geblieben, die wir in den letzten Jahrzehnten durch immer ausgeklügeltere Technologien und Effizienzmodelle gespart haben? Der Film macht sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit und lernt die wahren Rebellen von heute kennen: Menschen, die für sich die Langsamkeit wiederentdeckt haben. SPEED - AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT ist Zeitgeist-Kino, das aktueller nicht sein kann. Florian Opitz schafft es, basierend auf seinem gleichnamigen Buch, ein eigentlich trockenes und sehr komplexes Thema einfach, frisch und dabei sehr ästhetisch zu vermitteln, ohne belehrend zu wirken. Auch wenn ihm die Zeit fehlt, der Humor kommt nie zu kurz!

 

DER TAG WIRD KOMMEN

Donnerstag, 21.11.2013, 19.00Uhr

Vorschau: Der Tag wird kommenFrankreich/Belgien  2012, Regie: Gustave Kervern, Benoît Delépine, DF, Komödie: 92 Min., mit Benoît Poelvoorde, Albert Dupontel u.a.

Inmitten einer absurden Ansammlung von Einkaufszentren liegt das Kartoffel-Restaurant der Familie Bonzini. Die beiden erwachsenen Söhne sind der gealterte Punk „Not“ und sein spießbürgerlicher Bruder Jean-Pierre, der als Bettenverkäufer arbeitet. Als Jean-Pierre den  Job verliert, gerät seine heile Welt aus der Bahn und er landet nach einem amokartigen Ausraster in den Armen seines Bruders. Gemeinsam beschließen sie das Leben richtig zu leben und dem kommerzheiligen Einheitsbrei den Mittelfinger zu zeigen.
Erneut entlarven die Kult-Regisseure Gustave Kervern und Benoît Delépine  mit ihrem schwarz-bösem Humor gesellschaftliche Missstände (...).Ihr neuestes Werk, DER TAG WIRD KOMMEN, spiegelt so zahlreiche essentielle Themen der heutigen westlichen Lebens- und Arbeitswelt wie mangelnde Solidarität, Überwachungsmentalität, soziale Ungerechtigkeit, die Unsicherheit am Arbeitsplatz und die letztendliche Vergeblichkeit einer Revolte wieder.

 

Eqcuador

Donnerstag, 19.12.2013, 19.00Uhr

 

Vorschau: ecuadorEcuador 2012, Regie: Jacques Sarasin, Doku: 72 Min., OmU (Span.), mit Rafael Correa  u.a.

Präsident Rafael Correa hat mit seinem Land eine der weltweit vorbildlichsten Verfassungen erarbeitet und vom Volk absegnen lassen. Regisseur Sarasin schaut hin und lässt uns über ein Land staunen, dessen Regierung unter Präsident Correa 2007 beschließt, aus Gründen des Naturschutzes das gesamte Erdöl des Yasuni-Nationalparks unter der Erde zu belassen. Die Politik von Correas Kabinett ist geprägt vom Konzept des «Sozialismus des 21. Jahrhunderts» (Hugo Chávez)  und der Suche nach einer Entwicklungsform für Länder wie Ecuador, die im Weltmarktgeschehen eine benachteiligte Position einnehmen.

Im Andenland Ecuador tut sich einiges, ohne dass es draussen in der Welt richtig wahrgenommen würde. Präsident Rafael Correa hat mit seinem Land eine der vorbildlichsten Verfassungen erarbeitet und vom Volk absegnen lassen. 2007 machte die Regierung unter Präsident Rafael Correa den waghalsigen Vorschlag, das gesamte Erdöl in diesem Nationalpark unter der Erde zu belassen (was 20% der Erdölreserven Ecuadors ausmacht) – unter der Bedingung, dass der ecuadorianische Staat die Hälfte der entgangenen Erträge von der internationalen Gemeinschaft zurückbekommt. (...)Konkret würde diese Initiative bedeuten, dass der Welt über 400 Millionen Tonnen in die Atmosphäre ausgestossenes Kohlendioxyd erspart bleiben. Damit würde Ecuador zwar auf mehrere Milliarden Dollar verzichten, dafür aber der Zerstörung eines der vielfältigsten Gebiete der Welt entgegenwirken und damit eindeutig Pionierarbeit leisten. Das Erdöl stellt für den kleinen Andenstaat das wichtigste Exportgut dar, hat dem Land aber auch schon viele Umwelt- und Gesundheitsprobleme sowie Konflikte mit der indigenen Bevölkerung des Regenwaldes beschert. Die ecuadorianische Regierung hängt völlig von den Erdöleinnahmen ab, und insofern ist die Yasuni-Initiative für ein so armes Land wie Ecuador ein ziemlich gewagtes, aber auch mutiges Unterfangen...

 

Valley of Saints

Donnerstag, 16.01.2014, 19.00Uhr

Vorschau: valleyIndien/USA 2012, Regie: Musa Syeed, OmU (Kashmiri), 82 Min., mit Gulzar Ahmed Bhat, Mohammed Afzal u.a.

An den Ausläufern des Himalaya in der indischen Provinz Kaschmir liegt der idyllische Dal-See, ein Ort voller Mythen, wo der junge Bootsmann Gulzar in einem Stelzenhaus direkt über dem See wohnt. Mühsam verdient er sich seinen Lebensunterhalt, indem er Touristen im Boot über den See fährt. Um Armut und Kriegsgefahr zu entkommen, beschließt er, mit seinem besten Freund Afzal nach Delhi zu gehen. Dieser Plan wird plötzlich durch eine über ganz Kaschmir verhängte Ausgangssperre vereitelt. Durch Zufall lernt Gulzar die junge Wissenschaftlerin Asifa kennen, der er dabei hilft, für eine Umweltstudie Wasserproben aus dem See zu entnehmen. Als ihm das Ausmaß der Umweltverschmutzung klar wird und er sich zusätzlich in Asifa verliebt, gerät seine Welt aus den Fugen. Wofür soll er sich entscheiden? Für ein fortschrittliches Leben in der glitzernden Großstadt oder für seine Heimat?

 

More Than Honey

Donnerstag, 20.02.2014, 19.00 Uhr

Vorschau: more than honeySchweiz/D/ Ö 2012, Regie: Markus Imhoof, Doku, 91 Min.

In Kooperation mit dem ALLERWELTHAUS HAGEN

Die Honigbiene, das fleißigste aller Tiere,  verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die große Ernährerin der Menschen.  Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. MORE THAN HONEY entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern und fängt das faszinierende Universum der Biene mit spektakulären Aufnahmen ein. Überwältigend schöne Bilder, präzise recherchiert, poetisch und warmherzig.

 

Frohes Schaffen

Vorschau: frohes schaffenDonnerstag, 20.03.2014, 19.00Uhr

Deutschland 2013, Regie: Konstantin Faigle, Doku/Komödie: 98 Min.

In Kooperation mit der IG Metal Hagen

Die essayistisch-satirische Doku-Fiktion zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt: die Arbeit!Sie ist Sicherheit, Selbstbestätigung, Existenzberechtigung weit über das Materielle hinaus.Regisseur Konstantin Faigle begibt sich auf eine Reise zu den Wurzeln unseres Arbeitsbegriffs. Er besucht die Stätten des Arbeitsglaubens und dessen Niedergangs. Er fährt ins Ruhrgebiet zu den letzen „heiligen“ Bergarbeitern und zum geschlossenen Nokia-Werk. (...)Parallel dazu geht der Film in kleinen, inszenierten Szenen mit Humor und Tiefgang unserer deutschen Arbeitswelt auf den Grund. Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.Konstantin Faigles essayistisch-satirische Doku-Fiktion zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt: Die Arbeit.

 

The Court

Donnerstag, 17.04.2014, 19.00Uhr

Vorschau: courtUSA 2013, Doku, Regie: Marcus Vetter, Michele Gentile, Doku:90 Min.

In Kooperation mit dem FRIEDENSZEICHEN HAGEN

Vor 15 Jahren wagten über 100 Staaten ein sehr ungewöhnliches Experiment. In einer Konferenz in Rom verabschiedeten sie das sogenannte Römische Statut, das 2002 den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag ins Leben rief. Dort sollten diejenigen angeklagt werden, die weltweit für die schlimmsten Verbrechen verantwortlich sind. Den Vorsitz hat aktuell Chefankläger Luis Moreno-Ocampo, der mit Hilfe des Strafgerichtshof in Den Haag gegen Kriegsverbrecher ermittelt. Zu seinen Fällen gehören u.a. die Niederschlagung des arabischen Frühlings in Libyen, mögliche Kriegsverbrechen im Gazakrieg oder die Rekrutierung von Kindersoldaten im Kongo. Doch als Hollywoodstar Angelina Jolie zum entscheidenden „Schluß-Hearing“ des kongolesischen Generals Thomas Dyilo Lubanga im Kindersoldaten-Fall nach Den Haag reist, vergessen alle für einen kurze Moment ihre Mission der globalen Gerechtigkeit und laben sich am Glamour der US-Schönheit.

 

Schotter wie Heu

Vorschau: schotter wie heuDonnerstag, 15.05.2014, 19.00Uhr

Deutschland 2002, Regie: Sigrun Köhler, Wiltrud Baier, Doku:104 Min.

In Kooperation mit dem ROSA-LUXEMBRUG-CLUB Hagen-Ennepe-Ruhr

In Gammesfeld gibt es eine Kirche, einen EDEKA-Laden, einen Dorfkrug, eine freiwilligeFeuerwehr, zwei Fußballfelder, ein Schotterwerk und eine berühmte Bank. Bankdirektor Fritz Vogt ist gleichzeitig Sekretär, Buchhalter, Kassierer, Landwirt und der wichtigste Mann im Dorf. Und als einziger angestellter ist er im Herzen Antikapitalist. Schon vor zehn Jahren  drehten die FilmemacherInnen Wiltrud Baier und Sigrun Köhler einen Film über die Menschen in Gammersfeld.  Nun waren sie wieder vor Ort um zu fragen, wie es  den Gammesfeldern und ihrer Bank heute geht? Was sagt Fritz Vogt zur Finanzkrise? Und kommt man hier immer noch ohne Computer aus?  „Ein saukomischer Film über eine schwäbische Bank", meint die  Berliner Zeitung.

 

Apple Stories

Vorschau: appleDonnerstag, 29.05.2013, 19.00Uhr

Deutschland 2013, Regie: Rasmus Gerlach, Doku: 87Min.

In Kooperation mit der DGB Jugend

Der Hamburger Dokumentarfilmer Rasmus Gerlach hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Herstellungskette von Mobilfunkgeräte am Beispiel des Konzerns "Apple" und dessen Trend-Handy "I-Phone" aufzudecken. Zu diesem Zweck besuchte Gerlach Hamburg, Ruanda und Shenzhen. Unter anderem ging er der Frage nach, ob der niedrige Lohn eines Minenarbeiters, der Material für die Handy-Herstellung fördert, überhaupt ausreicht, um eine ganze Familie zu ernähren. Diese Frage führt zu noch weitaus komplexeren Fragen, die der Produktionsprozess des Konzerns mit sich bringt. Gerlach stellt fest, dass Apple den Minenarbeitern, die zum Zinnabbau in Ruanda beschäftigt sind, kaum genug für ein Hemd, geschweige denn Essen zahlt. Der Dokumentarfilmer bemängelt weiter, dass Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten dermaßen unter Druck gesetzt werden, dass die Selbstmordrate weit mehr als nur skandalös ist. Angestellte werden überwacht, Gewerkschaften werden unterdrückt und der Lohn ist lächerlich gering.

 

 

Programm 2012/2013


DIE AUSBILDUNG

Donnerstag, 27.09.2012, 19.00 Uhr, 3 €
Präsentiert von: DGB-Jugend  

ausbildung

Deutschland 2011, Regie: Dirk Lütter, 89 Min, mit Joseph Bundschuh, Anke Retzlaff, Anja Kaul, FSK 12,

Der zwanzigjährige Jan Westheim ist im letzten Jahr seiner Ausbildung. Er möchte übernommen werden – und er möchte alles richtig machen. Aber was ist das Richtige, wenn durch Umstrukturierungen der Druck auf Jan und seine Kollegen wächst, wenn Entlassungen an der Tagesordnung sind und der Personalchef, der selber unter Kontrolle und Erfolgsdruck steht, mit Argusaugen über allem wacht? In rasanten Autofahrten und intensivem Konsum sucht Jan einen Ausgleich. Als die gleichaltrige Zeitarbeiterin Jenny in seine Firma kommt, entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch Jennys Aufenthalt ist nur von kurzer Dauer.Kühles Drama um einen Auszubildenden in Zeiten des Turbokapitalismus, das das System der modernen Arbeitswelt zeigt. Klarsichtkino in Kooperation mit der DGB Jugend mit anschließender Podiumsdiskussion.

 

CATASTROIKA

Donnerstag, 18.10.2012, 19.00 Uhr, freier Eintritt!
Präsentiert von: Die Grünen

catastroik

Griechenland 2012, R: Aris Chatzistefanou, Katerina Kitidi, Doku, OmU, 87 Min., mit Naomi Klein u.v.a.

Die MacherInnen von „Debtocracy“ haben einen neuen spendenfinanzierten Dokumentarfilm produziert und kostenfrei ins Internet gestellt. Beleuchtete der erst Film Griechenlands Schuldenkrise, so analysiert „Catastroika“ die möglichen Folgen der bevorstehenden Privatisierungen in Griechenland. Die Filmemacher sind um die Welt gereist, haben mit Wissenschaftlern, Aktivisten und Publizisten wie Slavoj Zizek, Naomi Klein und Greg Palast gesprochen, um Informationen über den Forstschritt der massiven Privatisierung in anderen Industrieländern zu sammeln. CATASTROIKA veranschaulicht die Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft, wenn Staatseigentum in Griechenland, wie von EZB und IWF gefordert, im großen Stil privatisiert wird. Der Eintritt ist frei! Spenden sind willkommen und gehen zu 100% an die Macher des Films. FREIER EINTRITT!

 

Blaues Gold - Der Krieg der Zukunft

Donnerstag, 15.11.2011,  19:00 Uhr
Präsentiert von:
ver.di-Jugend 

USA 2008, Regie: Sam Bozzo, Dokumentarfilm, OmU (englisch), 87 Min.

Die mehrfach ausgezeichnete Dokumentation von Sam Bozzo "Blaues Gold - Der Krieg der Zukunft" zeigt die immer gravierender werdenden Folgen der Privatisierung von Wasserressourcen. Im Gegensatz zum Öl, das für den Menschen zur Lebenserhaltung nicht wirklich nötig ist, ist Wasser ein unverzichtbares Lebensmittel, um das in Zukunft womöglich erbitterter gekämpft werden wird als heute schon um Öl. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser sollte ein Menschenrecht sein, aber Trinkwasser wird von wenigen mächtigen globalen Interessengruppen, die die weltweite Wasserversorgung unter sich aufgeteilt haben, zum Handelsgut erklärt. Das alles aber ist womöglich erst der Anfang beim Kampf um das "Blaue Gold. Packende Doku über ein skrupelloses Wettrennen um schwindende Ressourcen, ausgetragen auf dem Rücken von Millionen von Menschen.

GENERATION KUNDUZ

Donnerstag, 13.12.2012, 19:00 Uhr, 3 €
Präsentiert von: Friedenszeichen Hagen

Kunduz

Do13.12. um 19.00

Generation Kunduz

Deutschland 2011, Regie: Martin Gerner, 80 Min., Dokumentarfilm, OmU (Dari, Pashtu), ab 12

GENERATION KUNDUZ erzählt die Geschichte von fünf jungen Afghanen: Mirwais, 10 Jahre und noch ein Kind, redet über Krieg und Frieden fast wie ein Erwachsener. Nazanin, eine Lokalreporterin, kämpft für Gleichberechtigung obwohl sie die Burka tragen muss. Hasib, Student mit Baseballmütze, träumt von freien und fairen Wahlen. Ghulam und Khatera drehen einen Spielfilm, mitten im bewaffneten Konflikt. Einblick in die Seelenlage einer jungen Generation, die zwischen Taliban und ausländischem Militär aufwächst und sich nach einer offenen Gesellschaft sehnt, einem arabischen Frühling am Hindukusch. Aber ständig ist ihr Aufbruch in Gefahr, gerät der Alltag zur Gratwanderung. Aus Normalität wird verstörende Wirklichkeit. Geschichten so bedrückend wie Mut machend.

 

WORK HARD, PLAY HARD

Donnerstag, 17.01.2013, 19:00 Uhr, 3 €
Präsentiert von:
Rosa-Luxemburg-Club  

work

Deutschland 2011, Regie: Carmen Losmann, Doku, 90 Min.

Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt. Carmen Losmann hat einen zu tiefst beunruhigenden Film über moderne Arbeitswelten gedreht, in denen die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle verschwinden sollen. Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von Morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbstoptimierung steht auf dem Programm. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll. Einen Chef brauchen die modernen Mitarbeiter nicht mehr, den hat man ihnen schon längst ins Gehirn programmiert. Der Film besucht die Architekten, Programmierer, Human-Ressources-Manager, Assessment-Teams und Trainer, die die schöne neue Arbeitswelt der Zukunft entwerfen. Ein Film zum Gruseln, der mit lächelnden Optimierern, Café Latte und hellen Büroräumen tiefes Unbehagen auszulösen vermag.

 

SUSHI - THE GLOBAL CATCH

Donnerstag, 21.02.2013, 19:00 Uhr, 3€
Präsentiert von: AllerWeltHaus

 

USA 2011, Regie: Mark S. Hall, 75 Min., Doku, OmU (englisch),

Im Allgemeinen gilt Fisch als gesund, gegen die zunehmende Verbreitung des Sushi kann also eigentlich niemand etwas haben. Oder vielleicht doch? Welche unvorhergesehenen und vor allem höchst problematischen Folgen der explodierende Sushi-Konsum hat, zeigt Mark S. Hall in seiner bemerkenswert ausgewogenen Dokumentation mit dem doppeldeutigen Titel. Das englische „Catch“ heißt sowohl Fang als auch Haken/Crux - und genau darum geht es. Statt wie so viele Dokumentationen gleich mit Hiobsbotschaften zu beginnen, nimmt sich Hall zu Beginn seines Films Zeit, um die große Tradition der japanischen Küche im allgemeinen und des Sushi im speziellen zu beleuchten. Wäre Sushi ein japanisches Geheimnis geblieben…kein Problem. Aber die Welt hat Geschmack am Sushi gefunden. Die Folgen: absurde Exzesse der Globalisierung, Überfischung und ein auf Dauer gestörtes Gleichgewicht der Meere mit noch nicht absehbaren Folgen.

 

Die 1000€-Generation

Donnerstag, 21.03.2013, 19:00 Uhr, 3€
Präsentiert von: IG Metall 

Italien 2009, Regie: Massimo Venier, 101 Min., mit Francesca Inaudi, Valentina Lodovini, Alessandro Tiberi u.a.

Matteo ist ein begabter, Mathematiker. Aber nach dem Ende seines Studiums gelingt es ihm gerade so, sich über Wasser zu halten: Er hat einen unsicheren Job, mit dem er kaum die Miete für die Wohnung bezahlen kann, die er sich mit seinem besten Freund Francesco teilt. Die Kündigung droht. Außerdem scheint seine Freundin nichts mehr von ihm wissen zu wollen. Doch dann lernt er zwei aufregende Frauen kennen: Beatrice, die als neue Mitbewohnerin einzieht, und Angelica aus der Marketingabteilung seines Arbeitsgebers. Plötzlich ist Matteo wieder obenauf und hat den Kopf voller Pläne. Vielleicht schafft er es jetzt ja, seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Rasante Komödie aus Italien über eine hoffnungsvolle Generation, die auf Dauer lernt, mit 1000 Euro monatlich zu überleben.

 

LACHSFISCHEN IM JEMEN

lachsfischenDonnerstag, 18.04.2012, 19:00 Uhr, 3 €
Präsentiert von:
 GEW

Großbritannien 2011, Regie: Lasse Hallström nach dem gleichnamigen Roman von Paul Torday, DF, 112 Min., mit Ewan McGregor, Emily Blunt, Kristin Scott Thomas u.a.

Ein Scheich will Lachse in der Wüste züchten und wendet sich an die britische Regierung. Londoner Regierungskreise freuen sich über den Auftrag, bietet er doch gute Publicity und eine willkommene Ablenkung von den wirklichen Problemen im Nahen Osten. Man schickt den passionierten Angler und Fischzuchtexperten Dr. Alfred Jones (Ewan McGregor gegen dessen Willen in den Jemen. Ihm zur Seite steht die schlagfertige Projektleiterin Harriet Chetwode-Talbot. Lasse Halström hat mit "Lachsfischen im Jemen" eine äußerst vergnügliche Geschichte verfilmt, die biologische Absurditäten mit politischer Satire und verrückten Liebeswirren vermischt. Großartig besetzt mit Ewan McGregor, Emily Blunt und Kristin Scott Thomas.

 

Inside Job

insideDonnerstag, 16.05.2012, 19:00 Uhr, freier Eintritt
Präsentiert von: ATTAC
 

USA 2010, R: Charles Ferguson, OmU (englisch), 104 Min.
Regisseur Charles Ferguson  beleuchtet in seinem Dokumentarfilm INSIDE JOB die Hintergründe der globalen Finanzkrise, deren Folgen noch immer noch nachwirken. 20 Billionen US-Dollar wurden vernichtet und Millionen von Menschen verloren ihre Arbeitsplätze und ihre Lebensgrundlage, doch niemand hat wirklich Verantwortung übernommen. Durch umfangreiche Recherchen und Interviews mit maßgeblichen Finanzinsidern, Politkern und Journalisten zeichnet Inside Job den Aufstieg einer freibeuterischen Industrie nach und enthüllt die gefährlichen Beziehungen, die Politik, Kontrollinstanzen und akademische Institute korrumpiert haben. 2011 als beste Dokumentation mit  einem Oscar ausgezeichnet.

 

 

 

Alte Programmflyer:

2011/12


 


Kulturzentrum Pelmke
Pelmkestr. 14 - 58089 Hagen
Tel. 02331/ 336967

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