AUFPASSEN!
Warum Torhüter sich selber zuhören sollten und der Pokal jetzt wieder in der Pelmke steht.
Langjährige Besucher und Teilnehmerinnen erinnern sich an den atemraubenden, roten Staub, der an langen Turniertagen trocken in die Haare wehte und in den Augen brannte. Aber nicht in diesem Jahr!
Als Klaus, Torhüter der Pelmke-Stars, im Spiel um den dritten Platz kurz vor Schluss beim Stande von 1:1 gegen die selbsternannten Geheimfavoriten wohl einen Flankenschlag von links erwartete und seine Vorderleute mit dem kräftigen Ruf "Aufpassen" zur Vorsicht mahnte, war die Sicht klar, die Situation allerdings uneindeutig und das Resultat desaströs. Angespannt harrten die Abwehrrecken auf das kommende, waren doch vorgewarnt durch den markigen Ruf -AUFPASSEN-, spähten zweifelnd dem Ball hinterher, hörten noch des Tormanns Mahnung und bemerkten dann, dass die länger und länger werdende Flanke aus lichter Höhe hinabstieß in das lange Toreck und als Zähler im Netz zappelte. Alle AUFGEPASST wohl, bis auf einen.
Der vierte Platz den Pelmke-Stars, Geheimfavorit also Dritter, trotzdem eitel Freude nach der Siegerehrung in der Pelmke, denn der Antifa-Pokal steht nach langen Jahren wieder im Regal hinter dem Tresen. Und da gehört er nach hiesiger Meinung einfach hin. Das Finale gewann Stacheltek mit einem - vielleicht etwas zu hoch ausgefallenen - 1:0 gegen die Aachener Discordia Schürrepooetz.
Die Roten - bis auf den roten Tormann - sind Stacheltek. Die Schwarzen sind - mit dem roten Tormann - Discordia Schürrepooetz. Der andere Tormann in blau hielt im Halbfinale zwei Neunmeter und hatte dazu extra seinen Urlaub unterbrochen. Lohnend!
Das war das letzte eines an Spielen reichen Turniertages. Und alle Spiele wurden ohne Schiedsrichter gespielt, ohne böses Blut zudem, alle Spiele hatten einen An- und einen Schlusspfiff von Till, mit Küchenuhr in Badelatschen und Regenjacke zwischen den Feldern stehend.
Sicher, geregnet hat es zuweilen, aber am Toreschießen hat das kaum jemanden gehindert, außer die Grobmotoriker, torlos aus dem Turnier gegangen, aber was soll's?
Die Vorjahressieger von den Roten Hosen aus Ostberlin hatten ja schon angekündigt, am Rhythmus des zweijährigen Turniersieges festzuhalten und erspielten dann mit einem 2:1 gegen das Team Ahoi den fünften Platz.
14.
13.
12. Antifa Hagen
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9.
8.
7.
6.
5.
4.
3.
2.
1.


