Pelmke All-Stars

Hacke-Spitze-Tor: Seit 1996 werden zuweilen die Fussballstiefel geschnürt; sei es, um den Gegner das Fürchten zu lehren oder um mit ihm 90 spannende Minuten und dann ein paar tolle Tage zu erleben.

Das Team - Die Fans

Ein simples Credo, das dem Übermut die Spitze nimmt. Immerhin wagte sich das Team seit Beginn an waghalsige Aufgaben, geboren aus der Idee der Unbesiegbarkeit - denn genauso war es ja losgegangen, als man in der allerersten Formation im Juni 1996 die erste Mannschaft des Hagener Kreisligisten "Roter Stern Wehringhausen" mit einem intoleranten 6:0 unter die Dusche schickte ("Macht Rote Sterne zu schwarzen Löchern").
Pelmke All Stars im Juni 1996
2. Juni 1996: schon vor dem Spiel (Kiste voll) ein Haufen guter Stimmung

Und dann kam es, wie es kommen mußte: in der bewußten Fortsetzung teutonischer Fussballtradition sah man sich als Turniermannschaft und ertrotzte sich unter Verdrängung einiger mindestens ebenbürtiger Teams die Teilnahme an der "Deutschen Alternativmeisterschaft" in Bremen 1997, wo es gelang, einen bleibenden Eindruck bei Ausrichtern, Gegnern und in der Presse zu hinterlassen ("Überhaupt Pelmke. Das Sensationsteam der Meisterschaften", stand dann in der Taz - ganzen Bericht KLICK!).
Sportlich war man damals nur halbwegs überzeugend, aber in der ehrgeizigen Schar gesamtdeutscher Freizeitkicker fiel das übermütige Gewimmel aus Hagen allein schon wegen der Zahl mitgereister Fans auf, die die Anzahl mitgereister Spieler bei weitem überschritt - und auch etwas auffälliger agierte.
Bereits im nächsten Jahr kündigte man dann auf der DAM in Regensburg den Anspruch auf sportliche Gleichwertigkeit an und überraschte sich selbst und andere durch eine glatte Halbierung des 97er-Ergebnisses, also einem mehr als respektablem zwölften Platz.
Dem Chronisten fällt auf, dass dies unglaubliche Ergebnis keinen Eingang in die bundesweite Presselandschaft fand. Vielleicht motivierte dies die All-Stars, schließlich in 1999 wieder an alte Traditionen anzuknüpfen. Erneut in Bremen kam es da nämlich ganz dicke.

AllStars in Bremen
Bremen 1999: eindrucksvoll z.B. der Tormann mit Krücken

Ein Haufen verletzter Pelmkegäste kündete noch Wochen später von Mühsal und Plackerei des Turnieres, das am Ende die All-Stars dann doch wieder in die Niederungen der Ergebnisliste drückte, aber bundesweite Resonanz bescherte. "Es ist bloß schade, daß sie keinen haben", schrieb die taz bundesweit über die Trainerkrise (ganzen Bericht - KLICK!).
Fussballphilosoph Bob wurde bremenweit von taz-Autor und Pelmkefan Reppesgard zitiert: "Es gibt drei Möglichkeiten, beim Fußballspielen Spaß zu haben: Entweder du bekommst Geld. Das konnten wir uns schon vor zehn Jahren abschminken. Oder du gewinnst, was bei uns auch nicht der Fall ist. Oder du freust dich, überhaupt da zu sein."


 


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